Die neue Generali Arena

Austria Wien hat gewonnen


1925 vom damaligen Erstligisten SK Slovan Wien als České-srdce-Platz erbaut und seit 1973 Heimstadion des FK Austria Wien – die Generali Arena blickt nicht nur auf eine lange Fußballtradition zurück, sondern auch auf eine Geschichte von Erweiterungen und Neubauten. Mit dem jüngsten Umbau von 2016 bis 2018 macht das Stadion auch in Sachen Nachhaltigkeit einen großen Schritt nach vorn.



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Mit dem jüngsten Umbau von 2016 bis 2018 macht das Stadion auch in Sachen Nachhaltigkeit einen großen Schritt nach vorn.
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Mehr als ein Stadion

Seit der Wiedereröffnung im vergangenen Juli finden auf den vier Tribünen 15.000 bis 17.500 Zuschauer Platz. Das Areal von über 96.000 Quadratmetern beherbergt neben dem Hauptstadion zwei Trainingsplätze, eine direkte U-Bahn-Anbindung, einen Kindergarten, ein Schulungsgelände, die Geschäftsstelle, ein Museum und mehr.

Das gesamte Gelände verfügt jetzt über eine modernere Infrastruktur, die Ausstattung ist hochwertiger, der Ort ist nun auch für andere Veranstaltungen nutzbar. Der VIP-Club und die Tiefgarage wurden vergrößert (letztere auf 2 x 6.000 Quadratmeter), die Beleuchtung modernisiert, die Nord- und Westtribünen wurden abgerissen und neu errichtet.



Drei Bauunternehmen, ein Ziel

Für das große Vorhaben wurde eine Arbeitsgemeinschaft aus drei Bauunternehmen gegründet, die das Projekt zu gleichen Teilen verantworteten. Für den Auftraggeber FK Austria Wien stand auch das Thema Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Die Ausschreibung gab vor, dass der Umbau durch die ÖGNI (Österreichischen Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft) zertifiziert werden kann. Somit standen Ökologie, Ökonomie, Technik und funktionale Qualität im Vordergrund. Das hieß unter anderem, es waren möglichst Baustoffe ohne schädliche Emissionen zu verwenden.



Lichtanlage und Sonnenenergie

Eine tadellose Ausleuchtung des Spielgeschehens ist in Zeiten von HD- und Digitalfernsehen ein Muss. Die neue energieeffizientere Beleuchtung verfügt daher über eine deutlich höhere Lux-Zahl. Es wurden Lichtquellen installiert, um das Schattenwerfen der Tribünen zu vermeiden. Gleichzeitig ist es gelungen, nahegelegene Garten- und Wohnanlagen von der Lichtverschmutzung zu befreien.

Das Stadion verfügt seit dem Umbau über die größte Photovoltaik-Anlage eines österreichischen Fußballclubs. Mit einer Gesamtleistung von 340 kW ist es möglich, den Energiebedarf des Stadions zu decken, die leistungsstarke Flutlichtanlage natürlich ausgenommen.



Klimaschutz auch fürs Stadion

In den VIP-Logen sorgen Kühlelemente an den Decken für angenehme Temperaturen, ganz ohne Zugluft. Das modernisierte Rasensystem aktiviert die Rasenheizung auf dem Hauptspielfeld schneller und verbraucht dabei deutlich weniger Energie. Auch die beiden Trainingsplätze (je einer mit Kunst- und Naturrasen) sind beheizt.



Clevere Dachentwässerung

Das auf den Dächern anfallende Regenwasser wird in Zisternen geleitet, die bis zu 120 Kubikmeter fassen. Bei Bedarf kann dieses zur Rasenbewässerung eingesetzt werden. Überschüssige Mengen werden zu Sickerschächten geleitet und versickern vor Ort. Mit dieser Entscheidung entlasten die Planer die Kanalisation und stabilisieren den Grundwasserspiegel.



Nachhaltige Asphaltentwässerung

Zum Areal des Stadions gehören auch 10.000 Quadratmeter Asphaltfläche. Für die Entwässerung dieses großen, versiegelten Bereichs kamen 600 laufende Meter unserer Rinnen FILCOTEN® tec und FILCOTEN® pro mit Rosten der Klassen C und D zum Einsatz. Die führen das Wasser ebenfalls zu lokalen Sickermulden und fügen sich wie die anderen Baumaßnahmen nahtlos in das ökologische Konzept ein.


Die Entscheidung für die nachhaltigen Rinnen von BG-Graspointner erfolgte nach speziellen Kriterien. Während der Projektplanung entwickelte die Arbeitsgemeinschaft ein Entwässerungskonzept.


Peter Wieninger, Verkauf Außendienst Wien bei BG-Graspointner:

Mit hydraulischen Berechnungen haben wir belegt, dass unsere Rinnen die geforderte hydraulische Leistung erbringen. Auch sonst standen wir dem Kunden mit Rat und Tat zur Seite.


Leopold Bogner, Gruppenbauleiter der Hazet Bau GmbH und Projektleiter des Umbaus:

Die Lösung von BG-Graspointner hat uns überzeugt, weil sie alle unsere Anforderungen erfüllt hat. Von den hydraulischen Berechnungen und den Querschnitten über Sicherheit und Belastbarkeit bis hin zur Nachhaltigkeit.


Im Video geht Leopold Bogner auf die Dimensionen des Projekts und den Fokus auf die Nachhaltigkeit ein.




Die Ausschreibung sah außerdem eine Vandalismussicherung für die Rinnen vor. Zu diesem Zweck kamen in den entsprechenden Bereichen verschraubbare Gussroste zum Einsatz. Eine weitere Anforderung war die hohe Belastbarkeit. Dank des mineralischer Hochleistungsbeton FILCOTEN® HPC (High Performance Concrete) sind die Rinnen mit schweren Lasten wie Ü-Wagen und Feuerwehrfahrzeugen problemlos befahrbar.


Endstand

Laut Leopold Bogner bezeichnen viele das Stadion als Schmuckstück und man muss ihm Recht geben. Allein das Kunstrasenband im vereinstypischen Lila, das um das Spielfeld liegt, ist ein optisches Highlight. Der Umbau macht das Stadion zu einem hochmodernen, zukunftssicheren Austragungsort, die Besucherzahlen haben sich erhöht. Obwohl das Eröffnungsspiel im vergangenen Juli gegen den BVB Dortmund mit 0:1 verloren ging, kann man sagen: Austria Wien hat gewonnen.


Mehr über den Werkstoff FILCOTEN® HPC erfahren Sie hier.






Peter Wieninger
Sales Consultant
BG-Graspointner | Austria
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