Mitglied im Klimabündnis Österreich

Gemeinsam gegen den Klimawandel


Das Klima macht ernst, aber wir erst recht. Im Klima-Bündnis treten europäische Kommunen, Unternehmen und indigene Gemeinden entschlossen und verantwortungsvoll dem Klimawandel entgegen. Als Mitglied in dieser globalen Initiative stellen wir uns dieser Aufgabe, verpflichten uns zu ehrgeizigen Zielen und lassen uns daran messen.



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Im Klima-Bündnis treten europäische Kommunen, Unternehmen und indigene Gemeinden dem Klimawandel entgegen. Wir sind dabei, verpflichten uns zu ehrgeizigen Zielen und lassen uns daran messen.
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Auch Unternehmen sind in der Verantwortung

Damit sich beim Klimaschutz niemand auf den guten Taten der anderen ausruhen kann, braucht es Gemeinschaften, die über Länder, Kontinente und Interessensgruppen hinweg an einem Strang ziehen. Deshalb sind wir seit 2014 Mitglied im Klimabündnis Österreich, wo sich Unternehmertum und Klimaschutz ergänzen. Wir stehen zur Nachhaltigkeit, auch, wenn das bedeutet, dafür Geld in die Hand zu nehmen.



Ziel des Klima-Bündnisses

Das Klima-Bündnis hat sich eine Welt zum Ziel gemacht, in der Klimaschutz selbstverständlich ist, die Ressourcen gerecht verteilt sind und alle Menschen sozial, ökologisch und ökonomisch verantwortungsvoll leben. Die Berater des Bündnisses begleiten Organisationen auf ihrem Weg dorthin. Es geht nicht darum zu sanktionieren, sondern ein Problembewusstsein zu schaffen, zu motivieren und die Freude am Handeln zu wecken. Dieser freiwillige Ansatz ist ausgesprochen erfolgreich. Dem Klimabündnis Österreich sind mittlerweile über 1.100 Unternehmen beigetreten.

Die Ziele des Klima-Bündnisses sind auch unsere, denn wir möchten das nachhaltigste Unternehmen unserer Branche werden. Dafür steht nicht nur unser High Performance Concrete FILCOTEN® HPC, sondern auch viele andere Maßnahmen wie die Zusammenarbeit mit der ökologischen Druckerei gugler, unsere Beteiligung am Appell an die österreichische Bundesregierung, die Verpflichtung zu ökologischen ISO-Kriterien oder der Wechsel auf 100 % Ökostrom. Zu den letzten beiden Themen erfahren Sie an dieser Stelle bald mehr.



Dem Unternehmen auf den Zahn fühlen

Die Zusammenarbeit im Klimabündnis Österreich gestaltet sich so: Ein Berater der Organisation kommt ins Unternehmen und analysiert in einem Gespräch und einer Besichtigung die Produktion, den Fuhrpark, die Energieversorgung, die Motivation der MitarbeiterInnen, etc. Anschließend wird eine CO2- und Energiebilanz erstellt. Diese wird pro Kopf umgelegt, berücksichtigt also das Wachstum. Auch mögliche Förderungen werden besprochen.

Anschließend erstellt der Berater einen Bericht, in dem er aufzeigt, wo Potenziale zum Klimaschutz schlummern. Lässt sich der Fuhrpark auf Hybrid- oder Elektroantrieb umstellen? Wo lassen sich Dämmung und Dichtheit von Gebäuden verbessern? Kann man beim Heizölverbrauch sparen? Die Antworten auf diese und ähnliche Fragen präsentiert der Berater bei einem zweiten Termin. In Abstimmung mit dem Unternehmen werden diese Ideen in ein Maßnahmenpaket aufgenommen und pragmatisch in drei Kategorien gegliedert.



Die drei Stufen
  1. Welche Maßnahmen kosten nichts oder sehr wenig? Diese sollten zuerst abgearbeitet werden. Zum Erstaunen der meisten gibt es hier bereits eine große Vielzahl an effektiven Möglichkeiten durch Verhaltensänderungen.

    Georg Spiekermann (Klimabündnis Österreich):

    Erst schafft man Problembewusstsein und anschließend Strukturen und Zuständigkeiten, die eine Verhaltensänderung bewirken.

    Dazu gehören zum Beispiel ganz einfache Dinge wie das Anbringen von Hinweisen zu Stoßlüftung, dem Abschalten von Stromfressern, dem Schließen von Windfangtüren, etc.

  2. Welche kleineren Investitionen für einen effizienteren Verbrauch bieten sich an? Einer der häufigsten Punkte in dieser Kategorie ist die Beleuchtung. Moderne Leuchtmittel können wesentlich zur Energieeinsparung beitragen.

  3. Welche größeren Investitionen sind sinnvoll, um noch nachhaltiger zu werden? Sind die Punkte 1 und 2 abgearbeitet, wird das Unternehmen zu diesen Vorschlägen übergehen. Hierzu gehören zum Beispiel der Austausch von Produktionsanlagen, der Wechsel auf andere Energieträger oder der Bau von Photovoltaik-Anlagen.



Was haben wir zum Beispiel umgesetzt?

Durch den Umstieg auf FILCOTEN® konnten wir große Mengen CO2 einsparen. Einerseits, weil die Herstellung des Vorgänger-Werkstoffes Beton deutlich mehr Kohlendioxid verursachte, andererseits, weil FILCOTEN® deutlich leichter ist und damit auf dem Transportweg weniger CO2 verursacht.

Zu Beginn unserer Mitgliedschaft verbrauchte die Kühlung für unseren Serverraum allein drei Viertel der Energie unseres Bürogebäudes. Durch eine einfache Maßnahme konnten wir den Verbrauch auf 0,7 kWh senken. Der Serverraum wurde durch eine Wand geteilt. In der einen Hälfte steht das IT-Equipment mit den Rückseiten direkt an dieser Wand und bläst die gesamte warme Abluft durch Aussparungen in die andere Raumhälfte. Die Geräte bleiben kühler und benötigen deutlich weniger Energie, um ihre Temperatur niedrig zu halten.

Mit unserem Unternehmen ist auch unser absoluter Stromverbrauch gewachsen. Das CO2-Äquivalent unseres gesamten Verbrauchs ist aber gesunken. Weitere Maßnahmen waren die Überprüfung und Gewährleistung der Gebäudedichtheit, aber auch der Umstieg auf nachfüllbare Druckpatronen, was jede Menge Müll vermeidet. Für die Zukunft haben wir einige spannende Maßnahmen für Stufe 3 in Planung, dazu aber mehr an dieser Stelle, wenn es soweit ist.



Klimaschutz ist Einstellungssache

Wie bei allen Veränderungsprozessen in Unternehmen kann man Klimaschutz nicht einfach verordnen. Trotz zunehmender Wetterextreme ist die Bedrohung immer noch relativ abstrakt. Das wissen auch Georg Spiekermann (Berater beim Klimabündnis Österreich) und Norbert Rainer (Regionalstellenleiter beim Klimabündnis Österreich). Ihre Organisation trägt deshalb aktiv dazu bei, das Thema fest in den Köpfen alle Mitarbeiter zu verankern, ohne mit dem erhobenen Zeigefinger zu winken.

Georg Spiekermann:

Es fällt den Mitarbeitern leichter, sich damit zu identifizieren, wenn das Management mit guten Taten vorangeht.

Das kann auf verschiedene Weise stattfinden. Um die Belegschaft mitzunehmen ist das zu Beginn meistens eine feierliches Firmen-Event, auf dem die Präsentation gezeigt wird, die die vereinbarten Ziele verkündet.

Norbert Rainer:

Wenn das im Alltag gelebt wird, dann stehen die Chancen gut, dass die Kollegen nicht nur im Unternehmen nach dieser Einstellung handeln, sondern ihre Überzeugung auch mit nach Hause nehmen.



Christian Ablinger
Product Manager
BG-Graspointner | Austria
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